Gibt es eine Starlink-App für Linux?
Kurze Antwort: SpaceX bietet keine an. Die offizielle Starlink-App gibt es nur für iOS und Android. Es gibt keine Linux-Version, und die offizielle Statusseite, die die Schüssel früher unter ihrer lokalen Adresse bereitstellte, ist seit 2024 weitgehend deaktiviert. Wenn Sie Ihr Starlink von einem Linux-Rechner aus ordentlich überwachen möchten, benötigen Sie Software von Drittanbietern.
Die gute Nachricht ist, dass alles, was Ihre Schüssel weiß, über Ihr lokales Netzwerk verfügbar ist, und es gibt jetzt eine native Linux-App, die speziell dafür entwickelt wurde, sie auszulesen: Nexus Telemetry. Diese Seite erklärt, was unter Linux möglich ist, welche Optionen es gibt und was Sie tatsächlich erhalten.
Warum gibt es keine offizielle Linux-App?
Starlinks App ist für die Einrichtung und schnelle Prüfungen gedacht: bei der Installation auf den Himmel richten, einen Geschwindigkeitstest durchführen, sehen, ob Sie online sind. Das ist eine Aufgabe fürs Handy, also hat SpaceX sie für Handys gebaut. Sie haben keine Anzeichen gezeigt, Desktop-Software zu entwickeln, und die einfache Statusseite, die die Schüssel selbst früher in einem Browser bereitstellte, ist weitgehend abgeschaltet.
Aber die Schüssel selbst kümmert es nicht, wer anfragt. Sie stellt über gRPC einen detaillierten Telemetriestrom in Ihrem lokalen Netzwerk bereit, an dem Linux-Nutzer ohnehin oft schon herumstochern, mit mehr Detail, als die Handy-App in ihrer normalen Ansicht zeigt. Jede Anwendung in Ihrem Netzwerk kann ihn lesen, auch eine, die auf Ihrem Linux-Rechner, Ihrem headless Server oder Ihrem Raspberry Pi läuft.
Was Sie unter Linux überwachen können
Mit der richtigen Software kann Ihnen Ihr Linux-Rechner alles in Echtzeit anzeigen, was die Schüssel meldet:
- Hindernisse: der Live-Prozentsatz und die vollständige Himmelskarte, über die Zeit aufgebaut
- Latenz, Download, Upload und Abbruchrate: kontinuierlich aufgezeichnet, nicht nur ein einmaliger Geschwindigkeitstest
- Stromverbrauch: die tatsächliche Durchschnittsaufnahme, nützlich für netzunabhängige und maritime Aufbauten
- Schüsselausrichtung: Neigung, Azimut, Elevation und alle Änderungen daran
- Verbindungszustand und Ausfallhistorie: ein aufgezeichnetes Protokoll, keine Momentaufnahme
- Der wahrscheinliche Satellit, mit dem Sie verbunden sind: abgeleitet aus der Ausrichtung der Schüssel und Live-Orbitaldaten
Nichts davon erfordert ein Starlink-Konto, eine Anmeldung oder einen Cloud-Dienst. Alles geschieht lokal zwischen Ihrem Rechner und der Schüssel. Eine erwähnenswerte Ausnahme: Starlink hat im Mai 2026 das Schüssel-GPS aus der lokalen API entfernt, sodass der Standort nun eine alternative Quelle benötigt. (Was die GPS-Entfernung bedeutet und wie Sie sie umgehen →)
Die Optionen für Linux-Nutzer
Befehlszeilenwerkzeuge ausführen. Open-Source-Projekte wie starlink-grpc-tools fragen den gRPC-Endpunkt der Schüssel direkt ab und sind in der Linux- und Home-Assistant-Welt beliebt. Wenn Sie sich wohl dabei fühlen, Ihren eigenen Stack mit gRPC, einer Zeitreihendatenbank und einem Grafana-Dashboard zusammenzustellen, ist dies ein leistungsfähiger, kostenloser Weg, aber es ist ein Projekt, das man baut und pflegt, keine App.
Eine freundlichere Alternative →
Nexus Telemetry verwenden. Dies ist die native Option: eine richtige Linux-Desktop-Anwendung, die sich mit Ihrer Schüssel verbindet, die Telemetrie ausliest und alles oben Genannte in Echtzeit präsentiert, mit integrierter Aufzeichnung, Diagrammen und Warnungen, ohne dass Sie ein Dashboard bauen müssen. Sie war die erste plattformübergreifende Desktop-App, die genau dafür entwickelt wurde, und dieselbe App läuft auch auf Mac und Windows, sodass ein gemischter Betriebssystem-Aufbau überall dasselbe Werkzeug sieht.
Erste Schritte unter Linux
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Rechner im selben Netzwerk wie Ihr Starlink ist (mit dem Starlink-Router verbunden oder in einem Netzwerk, das die Schüssel erreichen kann).
- Laden Sie Nexus Telemetry für Linux herunter und führen Sie es aus.
- Es erkennt die Schüssel automatisch und beginnt sofort, Telemetrie zu streamen.
Es gibt eine kostenlose Testversion, sodass Sie die tatsächlichen Daten Ihrer eigenen Schüssel sehen können, bevor Sie sich entscheiden. Wenn Sie sich je gefragt haben, was die Handy-App Ihnen nicht verrät, ist dies der schnellste Weg, es herauszufinden.
Ein Hinweis dazu, was die Handy-App verbirgt
Es lohnt sich, das in Aktion zu sehen. Wir haben einmal beobachtet, wie sich eine Schüssel nach einem Firmware-Update leise um 190° drehte und fast flach legte. Die offizielle App zeigte nichts Auffälliges, während die Desktop-Telemetrie das gesamte Ereignis aufzeichnete, obwohl die Verbindung selbst unbeeinträchtigt weiterlief. Das ist der Unterschied zwischen einer Statusleuchte und echter Überwachung: keine Dramatik, nur Einblick in das, was Ihre Schüssel wirklich tut.